28.01.2018

Peter Sebastian – Meine Meinung zur Schlagerradiolandschaft

© Birgit Behle-Langenbach

Da wir in einem Land leben, in dem man nicht zum Schweigen verdammt ist und man (hoffentlich) nicht gleich mit einer Censura rechnen muss, wird es nicht jedem gefallen was ich hier schreibe. Es geht um Musik aus dem Radio. Kluge Betrachter werden meinen nicht gerade überraschenden Gedanken einzuordnen wissen. Deshalb…was meint Ihr dazu?

Keine Schlager im Rundfunk – die AbrechnungJürgen Drews, Michael Holm, Peter Sebastian und viele andere Promis, sowie auch Newcomer äußern sich zur aktuel ...Mehr lesen


Weichen die öffentlichen Rundfunkanstalten einfach von der „Unterhaltungsvielfalt“ und “Einheitsbrei” auf allen Kanälen (auch im TV) ab und senden am Bedarf einer Millionenhörerschaft vorbei?

Insgesamt gibt es 420 Radiosender in Deutschland. Davon sind 248 private, 66 öffentlich-rechtliche Radioprogramme und der Rest sind wahrscheinlich Webradios.

Ich weiß es zu schätzen, dass die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine Solidaraufgabe ist, aber brauchen wir wirklich so viele? Und wenn es schon so viele Sender gibt, warum vermissen Millionen von Bürgern in den öffentlichen rechtlichen Sendern die kontinuierliche Vielfältigkeit im Bereich guter Schlagermusik? Gott sei dank bedienen sich noch einige, aber erschreckend wenige öffentlich-rechtliche Sender, an dieser Musikfarbe – die Frage ist nur wie lange?

Klar – im Zeichen der Globalisierung ist die Kommunikation in englischer Sprache ein wichtiger Aspekt, aber müssen wir hier auf das musikalische und abwechslungsreiche Schlagervergnügen in meiner Landessprache verzichten? Oder hat man vor Jahren die Weiterentwicklung des Schlagers in den öffentlichen Sendern vernachlässigt oder nicht zugelassen? Ich weiß es nicht!

Ich weiß nur, dass ein ganzer Branchenzweig (Produzenten, Komponisten, Text, Labels), der seinen Broterwerb durch GEMA-Einnahmen und Verkäufe hatte und dadurch auch neue Produktionen mit geilen Talenten finanzierte, auf fast “Zero” minimiert wurde.

Mutlosigkeit macht sich breit und einige Kollegen sind mittlerweile auf Hartz 4 oder andere Jobs angewiesen. Nicht zu vergessen die Veranstalter, die nur auf Künstler zurückgreifen, die medial gehört und gesehen werden. Aber wie können neue Talente gehört werden? Eine Frage, die sich jeder logisch denkende Mensch selbst beantworten kann.

Nachzudenken wäre doch mal, dass man einen moderierten und bundesweiten Sender mit einer „Mixtur“ von Schlager und Mainstream einrichtet, bei dem individuelle Regionalnachrichten berücksichtigt werden. Ich meine jetzt keine von mir sehr geschätzten Radios, die über Internet oder DAB+ /Digital gehört werden. Ich meine vielmehr einen Sender, der über UKW-Frequenzen die Höreigenschaften eines Millionenpublikums bedient.

An die Entscheidungsträger gerichtet: Wer wagt – gewinnt vielleicht

Keine Schlager im Rundfunk – die Abrechnung

Jürgen Drews, Michael Holm, Peter Sebastian und viele andere Promis, sowie auch Newcomer äußern sich zur aktuell pregnantesten Frage in der Musikbranche: “Warum werden Schlager nicht mehr im Rundfunk gespielt?

In Hamburg, Uslar, Hof und anderen deutschen Städten traf Uwe Barth, Michael Werner vom Filmclub Gera und Sänger Denny Schönemann auf Newcomer und Stars! Eine R

Die Aufmerksamkeit von Sänger Denny Schönemann der öffentlich rechtlichen Radiosender wurde im November 2014 geweckt als er ein Fax von seinem Freund, dem Gastwirt Andreas Hoppe aus Leitzkau bekam. Dieser wandte sich mit einer CD von Newcomer Peter Pach an MDR Radio Sachsen Anhalt, mit der Bitte; einige Titel daraus zu spielen! Diese CD wurde in namenhaften Studios produziert. Andreas Hoppe erhielt wenig später die Antwort vom MDR per Fax. Für ihn war diese Antwort unfassbar. Er kam nicht über die negative Antwort hinweg und leitete eine Kopie des Schreibens an Denny Schönemann weiter. Was darin geschrieben stand, konnte selbst Denny, der diesen Rundfunksender als Schlagerradio kannte, kaum glauben!

Die verantwortliche Redakteurin Romy Günzel schrieb: „Das Publikum des MDR, Radio Sachsen Anhalt lehnt deutsche Musik und ganz speziell den deutschen Schlager massiv ab“. Denny Schönemann ließ seine letzten Monate Revue passieren und dachte an die vielen Veranstaltungen auf denen er als Sänger zu Gast war. Er war sich sicher, was der MDR hier schreibt, kann nicht stimmen! Zuammen mit dem Leiter Michael Werne vom Filmclub Gera und Moderator Uwe Barth, begab er sich mit professionellen Kameraequipment auf die Reise quer durch Deutschland um namenhafte Produzenten und Schagersänger zu interviewen! Sie redeten intensiv mit Jürgen Drews, Michael Holm, Peter Sebastian, Ulli Schwinge, Chris Wolff, Nicki, Rosanna Rocci, und anderen Künstlern über dieses Thema! Jedem war die aktuelle Sitation schon bekannt. Sie kritisierten die Einstellung der Sender, welche nicht nur MDR Sachsen Anhalt, sondern auch andere Rundfunksender wie WDR 4 oder der NDR 1 zuftrifft. Ebenfalls sprach man mit Thomas Ahrens, dem Pressesprecher von MDR Sachsen Anhalt im Funkhaus Magdeburg, der sich bezüglich des Themas offen vor der Kamera äußerte. Sänger Ulli Schwinge sprach sogar davon, das hier eine Kultur im Sterben liegt und die intelligenten Zuhörer von den Sendern stark bevormundet werden. Auch im sozialen Netzwerk Facebook gründeten Hörer dieser Sender verstärkt Gruppen und sammelten Unterschriften um sich dagegen zu wehren!

Das Problem ist einzig und allein nicht das „nicht spielen„ von Schlagern, sondern die Reduzierung deutschsprachiger Titel um 80%. Kein Land in Europa geht so fahrlässig mit seiner Muttersprache und seinen landestypischen Künstlern um wie das jetzige Deutschland und allen voran der Mitteldeutsche Rundfunk! Nachdem die Dokumentation am vergangenen Wochenende veröffentlich wurde schien es als hätten die Macher der Doku in ein Wespennest gestochen. Die Mitteldeutsche Zeitung veröffentlichte bereits 4 Seitengroße Artikel über diese Dokumentation sowie Meinungen von Hörern bei denen die Dokumentation sehr viel Zuspruch findet!

Nachzulesen in :

schlager.de